"Roll On" begeistert

Rollkunstlauf vom Feinsten: Am Wochenende vom 24. und 25.02. zeigten 57 Läuferinnen des Osnabrücker SC an zwei Tagen ihr Können bei der Veranstaltung „Roll On“.
Die voll besetzte Tribüne ließ nicht nur die Organisatoren der Rollkunstlauf-Abteilung des OSC strahlen. Auch die Läuferinnen waren begeistert, erst recht Abteilungsleiterin Wiebke Göppert: „Ich bin vollkommen überwältigt, dass so viele Leute gekommen sind.“
Zum Start standen gleich die Jüngsten im Rampenlicht. Beim Programm „Soy Luna“, das an eine TV-Serie angelehnt ist, zeigten die Sechs- bis Zwölfjährigen ihre ausgeprägte Körperbeherrschung. Wie gut sie mal werden könnten, demonstrierte die amtierende deutsche Vizemeisterin Johanna Blom. Die 24-Jährige begeisterte mit ihren Pirouetten und Sprüngen das Publikum und erklärte anschließend im Gespräch mit Moderatorin Sarah Köhne charmant den Unterschied zwischen Toeloop und Lutz, damit auch diejenigen etwas mit nach Hause nehmen konnten, die sonst nicht beim Rollkunstlauf zu Hause sind.
„Alles in Eigenleistung“
Besonders eindrucksvoll war der große Arbeitseinsatz, den die Läuferinnen und die Abteilungsmitglieder in die Veranstaltung investierten. „Wir haben seit Sommer darauf hintrainiert und auch alle Kostüme selbst gestaltet. Generell ist das alles in Eigenleistung entstanden“, sagte Göppert. Oft waren die Auftritte angelehnt an bekannte Spielfilme wie „High School Musical“ oder „James Bond“, andere aber auch komplett selbst entworfen. Die Abteilungsleiterin wies aber auch auf ein Problem des Rollkunstlaufs hin: „Es ist ein sehr teurer Sport. Die Kostüme müssen selbst gekauft und gestaltet werden, die Rollschuhe sind ebenfalls teuer. Deshalb sind wir auf Spenden und Sponsoren angewiesen.“ Um weitere Veranstaltungen wie „Roll On“ durchzuführen, standen die Läuferinnen nach dem Ende an den Ausgängen mit Sparschweinen, die durch die zahlreichen Zuschauer gut gefüllt wurden.
Zum Finale legten alle Läuferinnen noch eine gemeinsame Choreografie aufs Parkett. Die Kinder, Jugendlichen und Frauen im Alter von sechs bis 62 Jahren verabschiedeten sich gemeinsam von ihrem begeisterten Publikum.