Iaido im Hakushinkai Osnabrück

Iaido ist japanischer Schwertkampf.
Dieser recht knappe Ausdruck verleitet dazu, in Schubladen zu denken oder längst bekannt Klischees zu bemühen.
Iaido ist ganz anders.

Iaido wird nicht gelehrt, um sich gegen Schwertangriffe oder sich mit dem Schwert zu verteidigen.

Es ist keine Selbstverteidigung.
Es ist kein Kampfsport.
Es ist keine Mannschaftssportart.
Es ist aber auch keine Meditation und die Gemeinschaft der Übenden ist dennoch wichtig.

Damit wird deutlich, mit welchen scheinbaren Widersprüchen sich ein Interessent oder Anfänger konfrontiert sieht.

Das Üben konzentriert sich zunächst auf die richtige Technik im Umgang mit dem Schwert, auf die richtige Körperhaltung und auf die richtige Umgangsform. Das Üben sieht dabei sehr unspektakulär aus. Die wahre Schlacht tobt im Inneren des Übenden, denn es findet ein Kampf auf Leben und Tod statt.

Wenn Iaido auch keine Selbstverteidigung ist, so greift dennoch ein imaginärer Gegner an und wird besiegt. Dieser Gegner ist die eigene Person als Projektion. Jeder kämpft gegen sich: jeder verliert und gewinnt gleichzeitig.

Sollte sich eine reale Person an der Stelle des imaginären Gegners befinden, dann wäre Iaido durchaus effektiv. Insofern grenzt sich Iaido von allen allgemein bekannten Kampfsportarten oder Kampfkünsten ab.

Es ist nicht die effektivste, beste, tödlichste Budokunst. Iaido unterscheidet sich auch von ausschließlichen Meditationstechniken.
Iaido ist eine Lebenseinstellung, die das Meistern des Schwertes nutzt, um das eigene Ich zu meistern.

Gerne geben wir dir Einblicke in die Geschichte und den Trainingsalltag des Iaido.
Jede/r Interessierte ist unabhängig von Alter, Geschlecht und Vorkenntnissen herzlich willkommen.

Ein Zusehen ist jederzeit, ein Probetraining fast immer möglich.

In jedem Fall ist eine kurze Nachricht erbeten.

Ansprechpartner & Informationen

Christian Haarmann, 4. Dan, Iaido
E-Mail: iaido.osnabrueck@gmx.de