Geschichte und Trainingsalltag

Iaido (gesprochen wie „Jaido") setzt sich aus den japanischen Zeichen i-ai-do zusammen. „I" lässt sich mit „Anwesenheit, Achtsamkeit", „ai" mit „angemessen, ständig" und „do" mit „Weg" übersetzen und für Iaido kommt man dann zu „Weg der angemessenen/ständigen Achtsamkeit".

Die vieldeutige Übersetzung weist bereits auf die Vielschichtigkeit des Iaido hin und es gibt viele Ausführungen im Internet, die sich mit der Entstehung, Geschichte und Besonderheiten beschäftigen. Hier soll es dagegen nur erste Information für Interessierte geben, denn viele Ausführungen können kein Probetraining oder Zusehen ersetzen.

Historisch wird vielfach der Samurai Hayashizaki Jinsuke Shigenobu als der Begründer des Batto-Jutsu bemüht, das später in Iaido mündete. Die Ursprünge liegen im Leben der Samurai, für die es wichtig war, das Schwert in jeder Situation zu beherrschen. Diese Situationen für den real ausgetragenen Schwertkampf gibt es heute nicht mehr, aber die Techniken werden seit Jahrhunderten penibel genau von Lehrer zu Schüler weitergegeben.

Gleichzeit wurde und wird Iaido erheblich vom Zen beeinflusst. Innerhalb dieses Spektrums bewegt sich das Iaido-Training.

Es wird zunächst mit dem Holzschwert (Bokken/Bokto), dann mit einer stumpfen Klinge (Iaito), schließlich mit einer traditionell gefertigten japanischen Klinge (Shinken/Nihonto) geübt. Bewusste Vermittlung von japanischem Zeremoniell, Schwerttechniken und Katas bilden die Schwerpunkte.

Darüber hinaus bietet sich die Möglichkeit über das Versenken in das Üben weitere Kenntnisse, die sich sehr knapp mit „Weg", „Lebensprinzip" skizzieren lassen, zu erlangen. Da jeder gegen sich antritt, gewinnt und verliert, verändert sich jeder Übende im Laufe der Jahre.  

Das Training (barfuß) kann zunächst mit lockerer Sportkleidung (z.B. Jogginghose und T-Shirt) stattfinden. Für Interessenten können in begrenzter Zahl für das Probetraining Knieschützer und Holzschwert gestellt werden. Später kommen ein Gi (Hakama, Haori, Obi) und ein Iaito hinzu. Vorraussetzungen sind allgemeine Gesundheit. Vorkenntnisse aus anderen Budo-Sparten (Judo, Karate, ...) sind nicht erforderlich. Trainiert wird alleine, ohne Kontakt.

Minderjährige können am Probetraining teilnehmen, aber nur nach Rücksprache mit den Erziehungsberichten Iaido betreiben.

Du möchtest du gerne einmal zusehen oder an einem Probetraining teilnehmen?

Dann melde dich bitte gerne bei Christian Haarmann.